Mütter und Alleinerziehende in der digitalen Berufswelt

von | 21. August 2020

Eins Vorab: ich liebe meine Kinder über Alles. Und ich liebe meinen Beruf. Als alleinerziehende Mutter immer wieder eine Herausforderung, aber machbar. Sogar mit Spaß und Freude. Ich möchte auch klarstellen, dass ich bewusst den Titel „Mütter und Alleinerziehende“ gewählt habe, denn es gibt auch Väter die alleinerziehend sind. Dazu aber später mehr.

Seit dem Ausbruch der weltweiten Pandemie Anfang des Jahres, wandert eine riesengroße Lupe über unsere gesellschaftlichen Strukturen. Das Ganze passiert weltweit. In den Medien wird fleißig berichtet und diese habe ich zu Anfang gespannt, aber auch besorgt verfolgt.
Was mir oft gefehlt hat, war die Tiefe der Berichterstattung. Ich hatte und habe immer noch den Eindruck, dass mit der Angst gespielt wird. Wie wir alle wissen, ist die Angst in Krisensituationen oft ein schlechter Partner.

Deutsche digitale Bananenrepublik?

Ich möchte nicht ausschweifen, denn die Auswirkung der Covid-19 Pandemie ist so tiefgreifend und divers, dass ich mich entschieden habe, eine und zwar meine ganz persönlichen Perspektive und Erfahrungen zu umschreiben.
Zurück zum Thema. Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für Mütter und Alleinerziehende in der digitalen Berufswelt?
Erstens ist mir aufgefallen, dass unsere deutsche digitale Bananenrepublik aufgewacht ist. Endlich! Viele  Unternehmen haben bemerkt, dass die Mitarbeiter Familie und Kinder haben! Endlich!
Danach wurde sehr schnell das Arbeiten von Zuhause ermöglicht und festgestellt, dass dies auch unter schweren Bedingungen möglich ist. Denn unsere Leistungsgesellschaft war mehr als überfordert ihre Funktionalität zu verlieren. Auch hier ist die Lupe wirksam.

Wer bewahrt Ruhe in der Krise?

In Krisensituationen wird recht schnell klar, wer in die Führung geht und wer nicht.
Mütter waren sofort in der Verantwortung. Die vermeintlich moderne Gesellschaft, hat erneut gezeigt, wie die Rollenverteilung aussieht. Papa bringt das Geld nachhause und Mama macht den Rest. Irgendwie. Das ist eine harte Pille, die mir im Hals stecken bleibt. Das soll aber nicht das Thema sein.
Viel wichtiger finde ich den pragmatischen Ansatz, wie das Virus sich langfristig auf die digitale Berufswelt auf Mütter und alleinerziehende auswirkt. In meinem Freundes-, Bekannten- und Familienkreis habe ich vielschichtige Einblick erhalten.

Fazit:

Sprachlosigkeit vor Angst. Was können wir tun, um diese Sprachlosigkeit, Angst und Ohnmacht in eine positive Richtung zu drehen.
Denn wenn wir uns die aktuelle Situation anschauen, habe ich auch sehr viele positive Entwicklungen beobachtet. Homeoffice, Homeschooling, Haushalt, Bewegung und auch die Bereitschaft Platz für Kreativität zu schaffen.
In meinem Podcast bespreche ich, was die wichtigsten Elemente sind, um die aktuelle Situation für sich nutzen. Insbesondere als Mutter und Alleinerziehende/r.
Nichts bleibt wie es ist. Und das ist auch gut so.